Besuch, Besuch!

Auch in diesem Jahr bekam das Stift Fischbeck Besuch aus der Grundschule Fischbeck. Die Klassen 3a und 3b haben sich jeweils mit ihren Lehrerinnen Anja Laue und Ulrike Janssen auf den Weg gemacht. Zum Unterrichtsfach Sachkunde gehört unbedingt das Stift Fischbeck.

Hätten Sie’s gewusst?

Schon bevor es in die Kirche hineinging, wurden Fragen verhandelt: woran erkennt man die Uhrzeit, auch wenn wir keine Uhr am Kirchturm sehen? Die Kinder waren gut vorbereitet. Ihre Fragen bestürmten die Äbtissin, die gar nicht alles beantworten konnte.

„Wie viele Glocken hängen im Glockenstuhl?“ Zwischen 2 und 60 Glocken wurden geschätzt. Wir haben uns auf 8 Glocken geeinigt.
„Wie groß ist das Taufbecken?“ Antwort: Umfang 3 Jungs, Höhe ein ¾ Junge.
„Woher kommt der Name Stift?“
„Wie haben die Stiftsdamen den Tag verbracht?“ Die Kinder, die in den Sommerferien die „Klostermaus“ gesucht hatten, wussten Bescheid. Noch in der Nacht vom Schlafsaal in die Kirche, um zu singen und zu beten, dann wieder schlafen, dann frühstücken, dann wieder singen und beten, lesen und schreiben lernen, meditieren im Kreuzgang, und immer wieder die Gebete singen.

Und heute? Die Äbtissin gab Auskunft. Aber wir erlebten es auch selbst: Singen in der der Krypta passend zu den Glocken „Bruder Jakob, schläfst du noch? Hörst du nicht die Glocken?“ Wie schön das in der Krypta klingt.

Im Damenchor angekommen, erzählten die Kinder die Gründungslegende anschaulich und lebendig. Helmburgis hat goldene Fischlein aus dem Nährenbach gefischt, darum haben wir die Fische im Wappen von Fischbeck. Vielleicht sollten die Stiftsdamen mal wieder den Bach nach goldenen Fischen absuchen?

Pilgerschritt im Kreuzgang

Im Kreuzgang angekommen erinnerten sich einige Kinder sofort an den „Pilgerschritt“, den sie bei der Suche nach der Klostermaus gelernt haben. Eine andere Gangart, die zur Ruhe kommen lässt.
Überhaupt: die Kinder waren sehr konzentriert, wissbegierig und aufmerksam.  „Was ist denn oben am Turm los? Fliegen die Turmfalken oder haben wir eine Glocke entdeckt?“
Die Zeit verging wie im Fluge. Unbedingt musste die Abtei noch besichtigt und ein Abschlussfoto auf der Treppe gemacht werden.

Und dann hieß es „Tschüss, bis zum nächsten Mal“. Es hat Spaß gemacht.

Foto Privat