St. Johannes d.T., Foto W. Menge

Der Johannistag zeigt uns den Höhepunkt des Jahres an. Der Sommer ist da und unsere Gärten erstrahlen in voller Blüte. Und wir feiern an diesem Tag das Gedächtnis an unseren Namenspatron Johannes der Täufer.

Am 24. Juni 1254 wurde die romanische Stiftskirche, die 20 Jahre zuvor ein verheerendes Feuer stark beschädigte, wieder neu geweiht. War die erste Kirche der Gottesmutter Maria gewidmet, stand die wiederaufgebaute Kirche nun unter dem Patrozinium Johannes des Täufers.

Über viele Jahrhunderte hinweg befand sich auf dem Hauptaltar die Holzskulptur des Johannes. Nach der letzten großen Renovierung im Jahr 1904 passte er allerdings nicht mehr auf den Altaraufsatz. Deshalb wurde er „in den Ruhestand“ geschickt und steht seitdem im Haus, im sogenannten Johannisgang.

Gemeinsame Feier des Johannistages

Am Johannistag laden wir unsere „Stiftsfamilie“, also alle Bewohner des Stiftes, Mitarbeiter und Ehrenamtliche zu einer gemeinsamen Feier ein. Unter der schattigen, etwa 300 Jahre alten Eiche ist eine lange Tafel aufgebaut, an der alle Platz finden. Zur Einstimmung auf unser Johannisfest beginnen wir mit einer gemeinsamen Andacht in der Stiftskirche. Danach genießen wir an diesem herrlichen Sommerabend ein von allen Teilnehmern mit sehr viel Liebe zusammengestelltes Buffet. Viel Freude und gute Laune begleiten uns bei dieser Feier.

Johannisfeuer gehört dazu

Natürlich darf auch ein Johannisfeuer nicht fehlen. Am späteren Abend wird dieses von unserem Hausmeister Dirk Stock vor unserer uralten Eibe entzündet. Der Kantor unserer Kirchengemeinde, Martin Requardt, stimmt an und mit einem gemeinsamen Singen rund um die Feuerstelle klingt dieser wunderbare Abend aus.