Süntelbuchen © Waltraud MengeSüntelbuchen © Waltraud Menge

Pünktlich zum Beginn des neuen Kirchenjahres finden drei sehnlichst erwartete Süntelbuchen ihr neues Zuhause im Abteigarten des Stiftes. Jede der neuen Buchen hat inzwischen das stattliche Alter von 45 Jahren erreicht. Eine rote Buche bekommt als Solitär ihren Platz, wo in früheren Zeiten ein Bergahorn zuhause war und zwei grüne Süntelbuchen, Nachkommen der Süntelbuche im Berggarten, werden mit ihren bizarren Formen den hinteren Teil des Gartens vor der Abteimauer bevölkern. Dort stand vor Jahren noch eine Pyramideneiche, die aber abgenommen werden musste. Viele Bäume haben im Abteigarten in den letzten Jahren ihre Altersgrenze erreicht und mussten gefällt werden, auch um für die Gäste die Wege zu sichern.

Jahr der Nachpflanzungen

Aber das Jahr 2018 war das Jahr der Nachpflanzungen: Birke, Linde und Eiche, Wildbirnen, Elsbeeren und eine Zaubernuss haben den Reigen eröffnet. Nun schließen die drei Süntelbuchen den Pflanzreigen ab.

Große Freude der Äbtissin

Bereits zu ihrer Amtseinführung im Juli 2015 wünschte sich die Äbtissin eine Süntelbuche für den Abteigarten. Der Schirmvogt Otto von Blomberg stellte die Verbindung  zum „Freundeskreis der Süntelbuchen“ in Bad Münder her. Und schon beim Besuch des Arboretums in der Nettelrede anlässlich des Drehs der „Klosterküche“ hatten die Stiftsdamen die rote Süntelbuche in ihr Herz geschlossen. Doch die Verschulung der Bäume und vor allem der Transport bereiteten viele Sorgen. Nun ist das Geschenk zur Einführung endlich angekommen. Äbtissin Katrin Woitack: „Ich habe immer ganz fest daran geglaubt, dass wir die Bäume bekommen. Die rote Süntelbuche ist ein ganz besonderes Geschenk, über das ich mich sehr freue!“

Förderprogramm „Landschaftswerte“

Der „Naturpark Weserbergland“ hat sich zur Aufgabe gestellt, die Süntelbuche als Charakterbaum für die Region zu erhalten und sie in dieser Funktion stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern. Aus diesem Grund wurde die Pflanzung von Süntelbuchen als Programmpunkt der „Regionalen Landesentwicklung“ aufgenommen. Beteiligt waren in der Umsetzung die Verwaltung der Stadt Hessisch Oldendorf und des Landkreises Hameln- Pyrmont.
Glücklicherweise konnte mit der Firma Siemen aus Bad Münder ein Unternehmen gefunden werden, dass sich der schwierigen Aufgabe des Transportes stellte.

Dank an alle Beteiligten

Der Dank des Stiftes Fischbeck gilt allen Beteiligten, vor allem aber Michael Meyer und Jochen Rothe vom „Freundeskreis der Süntelbuchen“ und dem Förderkreis des Stiftes Fischbeck, dem Vorsitzenden Wilhelm Kuhlmann und Herrn Wilhelm Möhlmann. Die Pflanzung der Süntelbuchen ist ein wichtiger Beitrag zur Rettung dieser einzigartigen Baumart, die nur im Süntel, in Frankreich und Südschweden zu finden ist. In ihrer Einzigartigkeit ist sie zum Forschungsprojekt der Leibniz- Universität in Hannover geworden. Der Abteigarten  als historischer Garten birgt somit eine heimische und zugleich besondere Baumart, die die Vielfalt der Bäume und Gehölze ergänzt.

 

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