Stiftsforst © Katrin WoitackStiftsforst © Katrin Woitack

Indian summer- eine Farbenpracht, wie sie in diesem Herbst besonders zu genießen ist. Die Sonnenstrahlen bringen die Farben zum Leuchten, Spinnweben in den Gräsern funkeln und der würzige Waldgeruch regt die Sinne an. Aber diese Schönheit im Goldenen Herbst kann nicht darüber vergessen lassen, dass die Schöpfung sehr fragil ist.

Heftige Stürme und Trockenheit sind die Herausforderungen der Zukunft

Die Forstbegehung der Äbtissin und der Stiftsdamen mit dem Stiftsförster Frank Heepe zeigt, wie viele Schäden der Sturm „Friederike“ am 18. Februar hinterlassen hat. Besonders die Fichten sind betroffen. Als Flachwurzler konnten sie der Gewalt des Sturms nicht standhalten. Eine zusätzliche Sorge für Förster und Waldbesitzer sind die Borkenkäfern, für die die umgefallenen Bäume ein willkommenes Buffet sind. Der entstandene Schaden wird sich in den kommenden Jahren besonders bemerkbar machen. Zur Aufforstung werden in Zukunft als Nadelhölzer Douglasien gepflanzt, weil sie den steigendenden Temperaturen besser standhalten können und dank ihrer Pfahlwurzeln mehr Halt bei zu erwartenden Stürmen bieten.

Klimawandel und Schädlinge verändern den Stiftsforst

Und besonders Eschen leiden: ein Pilz beschädigt die Versorgungsleitungen. Eigentlich ist die Esche ein imposanter Laubbaum, der bis zu 40 Meter hoch und 300 Jahre alt werden kann. Ein winziger, weißer Pilz setzt den Bäumen allerdings massiv zu. Wie es ist mit dem Eschen- und auch Ulmensterben im Stiftsforst aussieht, beschäftigt uns schon lange und Herr Heepe konnte den Stiftsdamen sehr eindrücklich zeigen, welche Schäden schon vorhanden sind. Auch die Buchen werden sich angesichts der steigenden Temperaturen zurückziehen. Sie benötigen Schatten und Feuchtigkeit. Das Aufforstungsprogramm wird dennoch vor allem Buchen, Eichen und Flatterulmen enthalten.

Die Menschheit führt einen Lebenswandel, als hätte sie mehr als eine Erde zur Verfügung. Bereits heute sind alle natürlichen Ressourcen verbraucht, die innerhalb eines Jahres auch wieder nachwachsen könnten. So früh lebte die Weltbevölkerung noch nie auf Pump.

Der Stiftsforst ist ein PEFC- zertifizierter Wald. Das ist eine große Verpflichtung, die wir ernst nehmen und der wir uns stellen. Wir im Stift möchten im Rahmen unserer Möglichkeiten alles dafür tun, dass auch künftige Generationen die Freude über die wunderbare Natur erleben können.

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