Advent – Hoffnung in eisiger Zeit

Eine Rose im Frost – Hoffnungszeichen in eisiger Zeit. Sie erinnert an das Weihnachtslied: „Es ist ein Ros (Reis) entsprungen aus einer Wurzel zart.“ (EG 30). Wer weiter singt, wird in die Vergangenheit geführt. Es sind die alten Weissagungen, voran der Prophet Jesaja, der allen widrigen Umständen zum Trotz die Hoffnung auf Zukunft verkündet. Wie ein grüner Zweig aus einem toten Baum, ein Reis wird sich Gott Raum verschaffen in dunkler und harter Zeit. Man kann es kaum glauben.

Gibt es Hoffnung für diese geschundene Erde? Kriegerische Auseinandersetzungen, Menschenrechtsverletzungen, Artensterben und Klimawandel ziehen wie ein schwarzes Tuch über den Horizont. Es ist schwer auszuhalten. Einfache Lösungen gibt es nicht. Die Versuchung, sich in den kleinen privaten Bereich zurückzuziehen ist groß.  Das Weihnachtsfest bietet sich an: Fest der Familie.

Aber genau das Gegenteil kündigt sich der Adventszeit an. Es ist die Zeit, den Geist und das Herz zu weiten. Gott kündigt sich an als der große und liebende Gedanke in der Dunkelheit der Welt, verkörpert in Jesus Christus. Friede und Versöhnung, Heilung und Rettung sind das göttliche Programm in eisigen Zeiten. In früheren Zeiten wurde die Adventszeit als Buß- und Fastenzeit verstanden. Zeit der inneren Einkehr und der Umkehr im Tun. Vielleicht wäre es gut, wenn wir diesen Aspekt der Adventszeit auf uns wirken lassen, es täte unserem Leben und dem Leben unseres Planeten sicherlich gut und würde manches retten, was wir jetzt schon tot gesagt haben.

Wir zünden ein Licht in der Dunkelheit an: 1. Advent. Dieses Licht zu teilen, ist unser Auftrag und die Verheißung, dass Gott seinen Ort unter den Menschen nehmen wird.

„Das Blümelein so kleine, das duftet uns so süß; mit seinem hellen Scheine vertreibt’s die Finsternis. Wahr‘ Mensch und wahrer Gott, hilft uns aus allem Leide, rettet von Sünd und Tod.“

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