Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten. Konflikte, Gewalt und Spaltung bestimmen die Nachrichten. Die Kriege, die bisher an den fernen Orten unseres Globus gewütet haben, wirken nicht länger fern. Das Vokabular des Krieges findet Eingang in unsere alltägliche Sprache. Aus Verteidigungsfähigkeit wird Kriegstüchtigkeit. Wir hören von Drohnenattacken, Cyberattacken, Aufrüstung, Luftverteidigung und Notvorräten.
Dabei wollen wir doch nur in Sicherheit und Frieden leben, wie es auch die Völker am anderen Ende der Welt wollen – und immer schon wollten. Viele Menschen fragen sich: Was kann man tun? Was können wir tun?
Wir glauben: Frieden beginnt nicht erst an den Verhandlungstischen der Politik. Er beginnt in unseren Herzen, in unseren Worten und im gemeinsamen Gebet.
Wir beten um Frieden
Deshalb laden wir herzlich zum Friedensgebet im Stift Fischbeck ein. Zum ersten Mal am Freitag, 31. Juli 2026 um 18 Uhr in der Stiftskirche. Danach jeweils am letzten Freitag im Monat.
Es ist ein kleines Format: ohne Gesang und Orgel. Nur unsere Worte, die wir miteinander und füreinander sprechen. Gemeinsam wollen wir einen Moment innehalten, Sorgen und Hoffnung vor Gott bringen und für die beten, die unter Krieg, Unrecht und Angst leiden. Wir beten auch um Weisheit für alle, die politische Verantwortung tragen und Entscheidungen treffen, die über Krieg und Frieden bestimmen.
Das Gebet verändert die Welt nicht über Nacht – aber es verändert etwas in den Menschen. Es schenkt Hoffnung, verbindet und erinnert daran, dass Frieden dort wächst, wo Menschen an ihn glauben und sich nicht an Hass und Resignation gewöhnen.
Wir sehnen uns nach einem Frieden, der allen Lebewesen gilt. Dafür braucht unsere Welt Menschen, die den Frieden suchen, für ihn beten und ihn im Alltag leben.
Kommen Sie dazu. Beten Sie mit. Wir setzen gemeinsam ein Zeichen der Hoffnung.
Und an alle, die nicht kommen können oder wollen: seien Sie gewiss: Wir beten – solange es nötig ist.
Ihre Äbtissin und Kapitel Stift Fischbeck
Friedensgebet
Stiftskirche Fischbeck
18 Uhr
31. Juli 2026
* Die Taube ist eines der vielen Symbole auf dem monumentalen Triptychon des hannoverschen Künstlers Sebastian Peetz. Das 1.241 Quadratmeter große dreiteilige Kunstwerk aus wetterfesten Planen, hing von Januar 2025 bis Juli 2026 am 97 Meter hohen Turm der evangelischen Marktkirche in Hannover, der zentralen Stadtkirche.
„Hier leuchtet die Kirche hinaus in die Welt“, sagte Künstler Sebastian Peetz. Dieses Leuchten in die Welt hinaus wünschen wir uns auch für unsere Friedensgebete.



