Nun sind sie im Stift angekommen – unsere sieben blauen Friedensschafe.
Ihre erste Station hatten sie im Rahmen des Kunstprojektes „Kunst im Weg“ auf einer großen Wiese an der Weserfähre in Großenwieden. Fast 60 blaue Schafe begeisterten die Besucher und erweckten das Bild einer lebendigen, friedlich weidenden Herde.
Erschaffen wurde die blaue Friedensherde von den Künstlern Bertamaria Reetz und Rainer Bonk in einer integrativen Werkstatt in Köln.
Aber warum Schafe und warum sind sie blau?
Das geht auf ein Projekt aus dem Jahr 2009 zurück mit dem Ziel, die blauen Schafe als Symbolfiguren für eine tolerante Geisteshaltung und menschliches Miteinander zu etablieren. Inzwischen machen die blauen Schafe Station in ganz vielen Städten und stehen unter der Schirmherrschaft des EU-Parlamentes.
Das leuchtende Blau steht symbolisch für Frieden und das Verbindende zwischen den Menschen. Es ist die Farbe der EU, der UNESCO und Unicef und der europäischen Friedensbewegung.
Alle sind gleich und jeder ist wichtig!
Für uns Stiftsdamen sind die blauen Schafe ein Symbol des Friedens, aber auch eine Mahnung. Jeden Tag beten wir in unserem Morgengebet um Frieden für uns und in der ganzen Welt. Frieden ist nicht selbstverständlich, er muss erarbeitet werden und das nimmt uns alle in die Pflicht.
Das wurde besonders spürbar im Gottesdienst, der das Gedenken an den 150. Geburtstag von Albert Schweitzer
(† 04.09.1965) zum Thema hatte. Als Arzt und Theologe setzte Schweitzer sich unermüdlich und vorbehaltlos für Menschen und den Frieden ein. Für seine engagierte und weltweite Friedensarbeit wurde er mit dem Friedensnobelpreis geehrt.
Das, was heute not tut,
ist das völlige Bemühen um den dauernden Frieden.
Das ist nicht nur das Aufhören kriegerischer
Auseinandersetzungen zwischen den Völkern,
es besteht in dem Aufhören der unter den Menschen
herrschenden Friedlosigkeit überhaupt.
Albert Schweitzer




