Licht der Herrlichkeit, Foto C. FaberLicht der Herrlichkeit, Foto C. Faber

„Das Licht der Herrlichkeit scheint mitten in der Nacht. Wer kann es sehn? Ein Herz, das Augen hat und wacht.“ (Angelus Silesius 1674)

Das Herz als Zentrum des Lebens und der Liebe bekommt in diesem Zitat von Angelus Silesius noch einen zusätzlichen Auftrag: die Wachsamkeit.

Wachsam waren die Weisen aus dem Morgenland die sich auf den Weg machten, als sie den besonderen Stern bemerkten. So schreibt es das Evangelium des Matthäus.

Wachsam waren die Hirten auf dem Felde. „Fürchtet euch nicht“ hören sie und brechen auf zum Stall. Den Ort der Armut und Dunkelheit. Dort finden sie das Licht der Welt in dem Kind Jesus. Wachsam sind die Jungfrauen in dem Gleichnis, das Jesus erzählt, wenn er vom Himmelreich Gottes spricht. Wachsam sind Christen, wenn Menschen Unrecht widerfährt, sie von Angst und Gewalt beherrscht werden.

So viele Menschen sehnen sich nach dem Licht in der Dunkelheit: Trost in der Trauer, Heimat den Flüchtenden, Teilhabe an dem Reichtum dieser Erde.

Gott ist mit uns, wenn wir uns aufmachen ohne Furcht. Wir hören seine Stimme: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren; welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“

Darum feiern wir mit Freude das Fest der Heiligen Nacht und grüßen alle Menschen nah und fern.

Gesegnete Weihnachten!

 

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